Länderspezifische Desktop- Sessions konfigurieren Um länderspezifische Desktop-Sessions zu konfigurieren, müssen folgende Schritte unternommen werden: Die LANG-Umgebungsvariable und andere NLS- (National Language Support) Umgebungsvariablen einstellen. Auf sprachenabhängige Nachrichtenkataloge und Ressourcendateien zugreifen. Fernausführung von Anwendungen über internationalisierte Systeme. Umgang mit der LANG-Umgebungsvariable<indexterm> <primary>LANG Variable, Umgang mit</primary></indexterm><indexterm><primary>LANG Variable</primary></indexterm> Für das Desktop muß die LANG-Umgebungsvariable eingestellt werden, auf welche sich die sprachenspezifischen Routinen des Betriebssystems stützen. Das Desktop unterstützt: Westeuropäische und Romanische Sprachen Japanisch Traditionelles Chinesisch Vereinfachtes Chinesisch Koreanisch Möglicherweise wurde eine Unterstützung für andere Sprachen bereits vom Händler installiert. LANG kann auf jeden Wert eingestellt werden, der vom Betriebssystem unterstützt wird. Das Menü 'Optionen' des Anmeldebildschirms zeigt die Liste der unterstützten Sprachen und Gebiete. Es gibt vier Möglichkeiten, LANG für das Desktop einzustellen: Eine Ressource in der Datei Xconfig bearbeiten Über das 'Optionen' Menü des Anmeldebildschirms Eine ausführbares Skript sh oder ksh Xsession.d erstellen. (Mehr Informationen zum Benutzen eines Xsession.d Skriptes können dem Abschnitt entnommen werden.) Die Datei .dtprofile des Benutzers bearbeiten. Wenn LANG eingestellt ist, verwendet das Desktop die folgenden sprachenspezifischen Dateien, um die länderspezifische Schnittstelle zu bestimmen. Farben /usr/dt/palettes/desc.sprache Hintergrundmuster /usr/dt/backdrops/desc.sprache Sprache für mehrere Benutzer einstellen Wenn die Sprache mit einer Xconfig Datei eingestellt wird, ist der Anmeldebildschirm länderspezifisch, und LANG ist für alle Benutzer eingestellt. Dies ist die einzige Möglichkeit, LANG für alle Bildschirme in Systemen mit mehreren Bildschirmen zu ändern. (Um Xconfig zu ändern, /usr/dt/config/Xconfig in /etc/dt/config/Xconfig kopieren.) Die Sprache wird eingestellt, indem die folgende Zeile in /etc/dt/config/Xconfig gestellt wird: dtlogin.host_bildschirm.language: sprache Zum Beispiel setzt die folgende Zeile LANG auf Swedish_locale bei der Anzeige my_host:0. dtlogin.my_host_0.language: Swedish_locale Der dtlogin-Client liest den entsprechenden Nachrichtenkatalog für diese Sprache und baut den länderspezifischen Anmeldebildschirm auf. Der dtlogin-Client bestimmt dann die Liste der länderspezifischen Angaben mit Hilfe der folgenden Ressourcen in der Ressourcendatei /etc/dt/config/Xresources: dtlogin*language dtlogin*languageList dtlogin*languageName Die Datei Xconfig muß möglicherweise die NLSPATH-Umgebungsvariable entsprechend der ausgewählten Sprache einstellen. Wenn dies nicht der Fall ist oder wenn NLSPATH selbst eingestellt werden soll, können mehr Informationen dem Abschnitt entnommen werden. Sprache für eine Session einstellen Um die Sprache für eine Session einzustellen, das Menü 'Optionen' des Anmeldebildschirms verwenden. Der Anmeldebildschirm ist länderspezifisch, und LANG ist für den Benutzer eingestellt. Am Ende der Session kehrt LANG zum Standardwert (eingestellt in dtlogin) zurück. Sprache für einen Benutzer einstellen<indexterm><primary>LANG Variable</primary><secondary>in .dtprofile</secondary></indexterm><indexterm> <primary>.dtprofile Datei</primary><secondary>LANG einstellen</secondary> </indexterm> Ein Benutzer kann die Einstellung des LANG bei der Anmeldung in der Datei Standardverzeichnis/.dtprofile neu belegen. Der Anmeldebildschirm ist nicht länderspezifisch, und LANG wird für den Benutzer eingestellt. Wenn sh oder ksh benutzt wird: LANG=sprache export LANG Wenn csh benutzt wird: setenv LANG sprache LANG-Umgebungsvariable und Session-Konfiguration Die LANG-Umgebungsvariable ändert den Verzeichnisnamen, der für die Session-Konfigurationsdateien gesucht wird. Es gibt folgende länderspezifische Session-Konfigurationsdateien: /usr/dt/config/sprache/Xresources (Anmeldemanager- Ressourcendatei) /usr/dt/config/sprache/sys.font (Sessionmanager-Ressourcendatei) /usr/dt/config/sprache/sys.resources (Sessionmanager- Ressourcendatei) /usr/dt/config/sprache/sys.session (Sessionmanager ausführbare Shell) /usr/dt/config/sprache/sys.dtwmrc (Fenstersteuerung- Ressourcendatei) /usr/dt/appconfig/types/sprache/dtwm.fp (Fenstersteuerung- Bedienfeld) Andere NLS-Umgebungsvariablen einstellen<indexterm><primary>NLS Umgebungsvariable</primary></indexterm> Neben LANG gibt es andere NLS-Umgebungsvariablen, wie zum Beispiel LC_CTYPE und LC_ALL. Diese Variablen werden weder von der Sprachenressource dtlogin beeinflußt, noch von dem Menü Optionen des Anmeldebildschirms. Sie müssen in die folgenden Dateien gestellt werden: systemweite Variablen: /etc/dt/config/Xsession.d persönliche Variablen: Standardverzeichnis/.dtprofile NLSPATH-Umgebungsvariable Die NLSPATH-Umgebungsvariable bestimmt die Verzeichnispfade, die Anwendungen nach Nachrichtenkatalogen durchsuchen. Sowohl LANG als auch NLSPATH müssen eingestellt sein, um diese Nachrichtenkataloge zu benutzen. Mehr Informationen über die Position von länderspezifischen Nachrichten können dem Abschnitt entnommen werden. Die meisten Desktop-Clients werden beim Neustart den Pfad vor NLSPATH setzen. Schriftarten finden Die im Desktop enthaltenen Schriftarten befinden sich im Verzeichnis /usr/lib/X11/fonts.SchriftartenHauptverzeichnis Jedes Verzeichnis enthält eine Verzeichnisdatei fonts.dir und eine Alias-Datei fonts.alias. Mehr Informationen über das Erstellen der Dateien fonts.dir und fonts.alias können der Hilfeseite mkfontdir entnommen werden.Schriftartenfinden mit VerzeichnisdateiSchriftartenfinden mit AliasdateiSchriftartenfinden mit dem Befehl mkfontdir mkfontdir Befehl Mit dem Befehl xlsfonts können alle verfügbaren Schriftarten auf einem Server aufgelistet werden. Mit dem Befehl xset können dem Server Schriftarten hinzugefügt oder von ihm gelöscht werden. Umgang mit Benutzerdefinierten Zeichen<indexterm> <primary>benutzerdefinierte Zeichen</primary><secondary>Umgang mit</secondary> </indexterm><indexterm><primary>Lokalisierung</primary><secondary>benutzerdefinierte Zeichen</secondary></indexterm> Überblick In ostasiatischen Ländern wie China, Korea und Japan ist die Verwendung chinesischer Zeichen (in China Hanzi, in Korea Hanja und in Japan Kanji genannt) weit verbreitet. Da die Anzahl chinesischer Zeichen sehr groß ist (mehr als 50000 im größten japanischen Kanji-Wörterbuch), definieren die codierten Standard-Zeichensätze für chinesische Zeichen (wie zum Beispiel JIS X 0208, KS C 5601 und GB 2312) nur die am häufigsten verwendeten Zeichen. Für normale Schreibzwecke reicht ein Standard-zeichensatz aus. In einigen Fällen ist jedoch die Verwendung von nicht-standardisierten Zeichen erforderlich. Zum Beispiel müssen in Japan bei der Einwohnermeldung Personen- und Ortsnamen in exakt den gleichen Zeichen geschrieben werden, die zuvor in handgeschriebenen Anmeldeformularen benutzt wurden. Ein weiteres Beispiel ist die Veröffentlichung von antiken Dokumenten wie Taoistische oder Konfuzianische Klassiker. Diese Dokumente enthalten viele Zeichen, die heute veraltet und in den Standardzeichensätzen nicht definiert sind. Solche nicht-standardisierten Zeichen werden "Benutzerdefinierte Zeichen" genannt. Wie UDCs organisiert sind Benutzerdefinierte Zeichen ( user-defined characters oder UDCs genannt) verwenden entweder "leere" Code-Punkte (Punkte im Code-Satz, denen keine Zeichen zugeordnet sind) oder einen Bereich zur Privatnutzung (falls ein solcher durch den Code-Satz definiert ist). In den meisten Fällen stellt der Systemhersteller einen UDC-Bereich zur Verfügung, der aus einem oder mehreren zusammenhängenden Blöcken von Code-Punkten besteht, die für UDCs benutzt werden können. Das grundlegende Verfahren für die Erstellung eines UDCs stellt sich folgendermaßen: Einen Code-Punkt im UDC-Bereich dem zu definierenden Zeichen zuordnen. Ein Glyphenabbild (oder eine Reihe von Glyphenabbildern zur Definition von verschiedenen Schriftgrößen) für dieses Zeichen mit dem UDC-Schriftart-Editor dtudcfonted erstellen. Wenn ein UDC erstellt ist, kann es mit dem Dienstprogramm UDC-Datenaustausch an andere Systeme verteilt werden. Zur Gewährleistung von Einheitlichkeit beim Datenaustausch sollten UDC-Definitionen innerhalb einer Organisation übereinstimmen. Bevor Sie versuchen, UDCs zu erstellen, müssen Sie entscheiden: Welcher Code-Satz verwendet wird und welche Code-Punkte für UDCs zur Verfügung stehen. Zur Erstellung von UDCs müssen Benutzer wissen, welche Code-Punkte verwendet werden sollen. Beim Austausch von Textdaten unter dem X-Protokoll wird zusammengesetzter Text benutzt. In zusammengesetztem Text können erweiterte Segmente zur Übertragung von UDCs benutzt werden. Falls Sie erweiterte Segmente für die UDC-Übertragung verwenden, sollten Sie den Codiernamen für die UDCs definieren und angeben, wie Code-Punkte oder Glyphen-Indexe in den Segmenten übertragen werden. Wie Schriftartdateien organisiert sind und welche Glyphen-Indexe für UDCs verwendet werden. UDCs können in Standard-Schriftartdateien mit leeren Glyphenindexen oder in separaten, UDC-spezifischen Schriftartdateien gespeichert werden. Wenn separate Dateien benutzt werden, sollte das System mit leeren Schriftartdateien für UDCs geliefert werden. Bei der Bearbeitung eines existierenden UDCs muß der Benutzer den Schriftartnamen und die Glyphen-Indexe für das UDC angeben. Dies setzt voraus, daß der Benutzer die Beziehung zwischen Code-Punkten und Glyphen-Indexen kennt. Schriftartdateien Damit UDCs angezeigt und gedruckt werden können, müssen sie in Datenbanken als Schriftartdateien gespeichert sein. UDC-Glyphen werden wie andere Zeichenglyphen in Schriftartdateien aufbewahrt, die im X Window System benutzt werden. Die Schriftartdateien befinden sich im PCF (Portable Compiled Format; übertragbares, kompiliertes Format) bzw. SNF (Server Natural Format, natürliches Server-Format) Format, auf die über einen X-Server zugegriffen werden kann. Der UDC-Schriftart-Editor kann ebenfalls auf Schriftartdateien in diesen Formaten zugreifen. Wenn der X-Server ein UDC anzeigt, bezieht sich dies auf das UDC in der zugehörigen Schriftartdatei. In gleicher Weise bezieht sich beim Drucken eines UDCs die Spul-Funktion des Druckers auf das UDC in der Schriftartdatei. Schriftartdateien müssen speziell eingerichtet werden, um vom X Window System verwendet werden zu können. In anderen Worten, sie müssen in Verzeichnissen abgelegt werden, die auf dem Schriftartpfad des X-Servers definiert sind. Die Verwaltungsdateien (wie fonts.dir) müssen ebenfalls in diesen Verzeichnissen gespeichert werden. Der UDC-Schriftart-Editor installiert keine Schriftartdateien und ändert keine Ressourcen wie z.B. fonts.dir im System. Der UDC-Schriftart-Editor kann nur UDC-Schriftartdateien verwenden, die in der aktuellen Sprachumgebung zur Verfügung stehen und die in der X NLS-Datenbank definiert sind. The X NLS-Datenbank ist eine Datenbank, die definiert, welcher Code-Satz und Schriftartsatz für die jeweilige Sprachumgebung benutzt werden. Der UDC-Schriftart-Editor erstellt UDC-Schriftarten in verschiedenen Punktgrößen und Stilen. Um eine neue, bearbeitbare Schriftart hinzuzufügen, müssen Sie den Namen des Code-Satzes und den UDC-Bereich in der X NLS-Datenbank angeben. Wenn der UDC-Schriftart-Editor und das Dienstprogramm UDC-Datenaustausch nach Schriftartdateien suchen, durchsuchen sie zuerst die Umgebungsvariable DTUDCFONTPATH (eine Liste von durch Doppelpunkte abgetrennten Verzeichnissen, die UDC-Schriftartdateien enthält) und dann die Verzeichnisse, die in der Datei/usr/dt/config/$LANG/fonts.list angegeben sind. Zur Einstellung von Schriftartsuchverzeichnissen für jede Sprachumgebung diese in der Datei fonts.list angeben. (Vergessen Sie nicht den Doppelpunkt am Ende!) Zum Beispiel: # # fonts.list file example # /usr/lib/X11/fonts/misc: /usr/dt/config/xfonts/ja: Der UDC-Schriftart-Editor Der UDC-Schriftart-Editor (dtudcfonted) ermöglicht Ihnen das Erstellen, Bearbeiten und Löschen von UDCs. Ausführliche Details über die Verwendung des UDC-Schriftart-Editors finden Sie auf der Hilfeseite dtudcfonted. Wenn Sie den UDC-Schriftart-Editor starten, erscheint das Fenster ' Schriftartauswahl'. UDC-Schriftartdateien werden durch einen XLFD (X Logical Font Description, logische Schriftartbeschreibung)-Namen angegeben. XLFDs sind eindeutige und beschreibende Schriftartnamen, die von Clienten und Anwendungen benutzt werden. Die verschiedenen Schriftartattribute wie Stil und ein Zeichensatzname sind in der XLFD enthalten. Je nach Bedarf können Sie den Stil, die Größe und den UDC-Code-Bereich der Schriftartdatei auswählen. Der UDC-Code-Bereich enthält sowohl die Code-Satznummer, wie sie in der X NLS-Datenbank angegeben ist, als auch den Bereich von UDC-Glyphen-Indexen, die in dem Code-Satz verwendet werden können. Zur Auflistung der verfügbaren UDC-Schriftartdateien wählen Sie den Code-Satz, Stil und die Definitionszeichengröße der gewünschten Schriftart im Auswahlfeld aus. Durch die Angabe einer Schriftart und die Auswahl der Schaltfläche 'Öffnen' wird das Fenster ' Zeichen bearbeiten' angezeigt. Erstellung und Bearbeitung von Zeichen Zeichenmuster werden im Fenster 'Zeichen bearbeiten' erstellt oder bearbeitet. Den Code für das zu bearbeitende Zeichen aus der Zeichenliste auswählen. Hierdurch wird das verknüpfte Zeichenmuster im Bearbeitungsfeld angezeigt. Sollte der Zeichencode im UDC-Bereich nicht registriert worden sein, wird nichts angezeigt. Wenn der Zeichencode noch nicht registriert wurde, den Code im Fenster 'Bedienelement Zeichen' hinzufügen oder das Muster im Fenster 'Zeichen kopieren' kopieren. Details darüber, wie Sie Zeichencodes hinzufügen kö nnen, finden Sie im Abschnitt "Hinzufügen und Löschen von Zeichencodes". Details darüber, wie Sie Zeichenmuster kopieren können, finden Sie im Abschnitt "Kopieren von Zeichenmustern". Ein Satz von Zeichenwerkzeugen und Optionen des Menüs ' Bearbeiten' stellen einen vollständigen Satz von Manövern für die Erstellung und Bearbeitung von Zeichenmustern zur Verfügung. Hinzufügen und Löschen von Zeichencodes Im Fenster 'Bedienelement Zeichen', zu dem Sie durch Auswahl der Option 'Hinzufügen/Löschen' im Menü 'Zeichen' gelangen, werden Zeichencodes hinzugefügt und gelöscht. Zur Hinzufügung eines Zeichencodes dessen vier hexadezimale Ziffern im Bereich 'Benutzerdefiniertes Zeichen' angeben und auf die Schaltfläche 'Hinzufügen' klicken. Sie können auch einen Bereich von Zeichen hinzufügen, indem Sie die Codes für das erste und letzte Zeichen im Bereich angeben. Jeder neue Zeichencode wird der Liste von Zeichen hinzugefügt, die im Fenster 'Zeichen bearbeiten' bearbeitet werden. Das zu bearbeitende Zeichen ist das erste Zeichen des hinzugefügten Zeichencodes (oder des hinzugefügten Zeichencodefeldes). Wenn es bereits registriert wurde, wird das Zeichenmuster für den angegebenen Zeichencode nicht geändert. Um einen Zeichencode zu löschen, dessen vier hexadezimale Ziffern im Bereich 'Benutzerdefiniertes Zeichen' angeben und auf die Schaltfläche 'Löschen' klicken. Sie können auch einen Bereich von Zeichen löschen, indem Sie die Codes für das erste und letzte Zeichen im Bereich angeben. Das Dienstprogramm fordert Sie zur Bestätigung jedes Löschvorgangs auf. Das Löschen eines Zeichencodes entfernt diesen von der Liste von Zeichen, die im Fenster 'Zeichen bearbeiten' bearbeitet werden. Der Zeichencode, der auf den gelöschten Zeichencode folgt, wird zum aktuellen bearbeitbaren Zeichencode. Die grafische Eingabe von Zeichencodes Um einen Zeichencode grafisch einzugeben, auf die Schaltfläche 'Code' im Fenster 'Bedienelement Zeichen' klicken. Das Fenster 'Zeichencode eingeben' erscheint. In diesem Fenster auf das gewünschte Zeichen und dann auf ' Anwenden' klicken, um den Code für das ausgewählte Zeichen in das Code-Eingabefeld des Fensters 'Bedienelement Zeichen' einzufügen. Kopieren von Zeichenmustern Um bereits registrierte oder erstellte Zeichenmuster zu kopieren, ' Kopieren' im Menü 'Zeichen' auswählen. Das Fenster 'Zeichen kopieren' erscheint. Durch Kopieren wird der Zeichencode, der für den Bestimmungsort des Kopiervorgangs angegeben wurde, der Zeichenliste im Bearbeitungsfenster hinzugefügt. Um ein Zeichenmuster zu kopieren, wählen Sie die Zeichengröße und geben Sie dessen aus vier hexadezimalen Ziffern bestehenden Code an. (Sie können auch einen Bereich kopieren, indem Sie die Codes für das erste und letzte Zeichen im Bereich eingeben.) Dann den/die aus vier hexadezimalen Ziffern bestehenden Code(s) für das/die Zielzeichen angeben und auf die Schaltfläche 'Kopieren' klicken. Sie können auch zusammengesetzte Kopien durchführen, in denen die Punkte im Quellzeichenmuster mit den Punkten im Zielzeichenmuster durch den logischen Operator OR verbunden werden. Das Dienstprogramm UDC-Datenaustausch Das Dienstprogramm UDC-Datenaustausch (dtudcexch) ist ein Werkzeug für den Austausch von UDC-Glyphenabbildern zwischen Systemen. dtudcexch bietet einen Mechanismus für die Verteilung von UDC-Glyphenabbildern auf verschiedene Systeme. Insbesondere ermöglicht es die Erstellung von UDC-Glyphenabbildern auf einem System mit dem UDC-Schriftart-Editor (dtudcfonted) und die anschließende Verteilung auf andere Systeme. dtudcexch speichert die UDC-Glyphenabbilder in einer BDF-Datei (Bitmap Distribution Format, Bitmap-Verteilungsformat), die dann zu einem Zielsystem transportiert wird. Im Zielsystem wird dtudcexch erneut ausgeführt, dieses Mal, um die Abbilder aus der BDF-Datei herauszunehmen und sie der entsprechenden Schriftartdatei hinzuzufügen. dtudcexch bietet sowohl eine Export- als auch eine Import-Funktion. Die Funktion 'Exportieren' liest die ausgewählten UDC-Glyphenabbilder aus einer Schriftartdatei und speichert sie in einer BDF-Datei zur Übertragung auf andere Systeme. Die Funktion 'Importieren' liest alle UDC-Glyphenabbilder in einer BDF-Datei und fügt sie einer angegebenen Schriftartdatei hinzu. Beim Exportieren verwendet dtudcexch zur Auswahl der UDC-Glyphenabbilder Glyphen-Indexe des UDC-Code-Bereichs in der PCF/SNF-Schriftartdatei. Es speichert die umgewandelten Abbilder in der Datei im BDF-Format mit denselben Glyphen-Indexen. Beim Importieren fügt dtudcexch die UDC-Glyphenabbilder der PCF/SNF-Schriftartdatei denselben Glyphenindexen hinzu, die in der BDF-Datei gefunden wurden. Die Informationen des UDC-Code-Bereiches werden in der X NLS-Datenbank definiert. Um verschiedene Glyphenindexe für die Abbilder im Zielsystem zu erstellen, können Sie die BDF-Datei bearbeiten, bevor Sie die Funktion 'Importieren' aufrufen. Details zur Benutzung des Dienstprogramms UDC-Datenaustausch finden Sie auf der Hilfeseite dtudcexch. Ressourcendateien für Standardwerte von Anwendungen eingrenzen<indexterm><primary>Eingrenzen</primary><secondary>Standardwerte</secondary></indexterm><indexterm><primary>XUSERFILESEARCHPATH Variable</primary></indexterm><indexterm><primary>Ressourcen</primary><secondary>sprachenabhängig</secondary></indexterm><indexterm><primary>Standardwert</primary><secondary>sprachenabhängig</secondary></indexterm> Die Standardposition der Datei app-defaults für den Desktop-Client ist /usr/dt/app-defaults/sprache. Wenn zum Beispiel LANG auf Swedish_locale eingestellt ist, dann suchen Anwendungen nach ihrer app-defaults Datei in /usr/dt/app-defaults/Swedish_locale. Wenn LANG nicht eingestellt ist, wird sprache ignoriert, und die Anwendungen suchen ihre app-defaults Datei in /usr/app-defaults/C. Um die Position der Datei app-defaults zu ändern, die XFILESEARCHPATH-Umgebungsvariable verwenden. Um zum Beispiel app-defaults nach /users zu verschieben, XFILESEARCHPATH in /usr/app-defaults/sprache/klassenname stellen. Wenn XFILESEARCHPATH in Standardverzeichnis/.dtprofile gestellt wird, gilt der Wert für alle Desktop- und X-Clients, die ausgeführt werden. Nicht- Clients finden ihre Ressourcendateien nicht, bevor sie in das von XFILESEARCHPATH angegebene Verzeichnis kopiert oder mit ihm verbunden werden. Aktions- und Datenarten eingrenzen Um eine Datei in das Verzeichnis /usr/dt/appconfig anzupassen, die Datei vor dem Anpassen in das Verzeichnis /etc/dt/appconfig kopieren. Der Suchpfad für Aktions- und Datenartendefinitionsdateien enthält sprachenspezifische Verzeichnisse in: persönlich: Standardverzeichnis/dt/types systemweit: /etc/dt/appconfig/types/sprache integriert: /usr/dt/appconfig/types/sprache Der Suchpfad für Konfigurationsdateien des Anwendungsmanagers lautet: persönlich: Standardverzeichnis/dt/appmanager systemweit: /etc/dt/appconfig/appmanager/sprache integriert: /usr/dt/appconfig/appmanager/sprache Datei- und Verzeichnisnamen in diesem Verzeichnis sind länderspezifisch. Symbole und Bitmaps eingrenzen Um ein Symbol einzugrenzen, das Symbol mit dem Symboleditor bearbeiten und speichern in: /etc/dt/appconfig/icons/sprache Wenn es in einem anderen Verzeichnis gespeichert wurde, die XMICONSEARCHPATH-Umgebungsvariable so einstellen, daß sie das Verzeichnis mit dem gespeicherten Symbol enthält. Die XMICONBMSEARCHPATH-Umgebungsvariable steuert den Pfad, mit dem nach Symbolen gesucht wird. Namen von Hintergrundmustern eingrenzen Die Eingrenzung von Hintergrundmustern wird mit Hilfe von Beschreibungsdateien durchgeführt (desc.sprache und desc.backdrops). Es gibt kein spezifisch eingegrenztes Verzeichnis für Hintergrundmusterdateien (wie z.B. /usr/dt/backdrops/sprache). Alle länderspezifischen Angaben benutzen dieselben Hintergrundmusterdateien, haben aber ihre eigene desc.sprache Datei, die die übersetzten Namen der Hintergrundmuster enthält. Die Beschreibungsdatei enthält Ressourcenspezifikationen für die übersetzten Namen der Hintergrundmuster. Beispiel: Backdrops*Corduroy.desc: Velours Backdrops*DarkPaper.desc: PapierKraft Backdrops*Foreground.desc: AvantPlan Die Datei desc.sprache wird dazu benutzt, die Beschreibung der Hintergrundmuster für länderspezifische Angaben sprache abzurufen, um das Hintergrundmuster im Style Manager anzuzeigen. Wenn es eine Beschreibungsspezifikation gibt, wird sie in der Hintergrundmusterliste des Style Manager angezeigt. Sonst wird der Name der Hintergrundmusterdatei benutzt. Benutzer können ihre eigenen Hintergrundmusterbeschreibungen der Datei Standardverzeichnis/.dt/backdrops/desc.backdrops hinzufügen. Mit dieser Datei werden Hintergrundmusterbeschreibungen von allen Hintergrundmustern abgerufen, die der Benutzer hinzugefügt hat, unabhängig von den länderspezifischen Angaben. Der Suchpfad für die description Dateien lautet: persönlich: Standardverzeichnis/.dt/backdrops/desc.backdrops systemweit: /etc/dt/backdrops/desc.sprache integriert: /usr/dt/backdrops/desc.sprache Palettennamen eingrenzen Die Eingrenzung von Paletten wird mit Hilfe von Beschreibungsdateien durchgeführt (desc.sprache und desc.palettes). Es gibt kein spezifisch eingegrenztes Verzeichnis (wie z.B. /usr/dt/palettes/sprache). Alle länderspezifischen Angaben benutzen dieselben Palettendateien, haben aber ihre eigene desc.palettes Datei mit den übersetzten Namen der Paletten. Die Beschreibungsdatei enthält Ressourcenspezifikationen für die übersetzten Palettennamen. Beispiel: Palettes*Cardamon.desc: Cardamone Palettes*Cinnamon.desc: Cannelle Palettes*Clove.desc: Brun Die Datei desc.sprache wird dazu benutzt, die Beschreibung der Paletten für länderspezifische Angaben sprache abzurufen, um die Palette in der Liste des Style Manager anzuzeigen. Wenn es eine Beschreibungsspezifikation gibt, wird sie in der Palettenliste des Style Managers angezeigt. Sonst wird der Name der Palettendatei benutzt. Benutzer können ihre eigenen Palettenbeschreibungen der Datei Standardverzeichnis/.dt/palettes/desc.palettes hinzufügen. Mit dieser Datei werden Palettenbeschreibungen von allen Paletten abgerufen, die der Benutzer hinzugefügt hat, unabhängig von den länderspezifischen Angaben. Der Suchpfad für die Beschreibungsdateien lautet: persönlich: Standardverzeichnis/.dt/palettes/desc.palettes systemweit: /etc/dt/palettes/desc.sprache integriert: /usr/dt/palettes/desc.sprache Lokalisierung einer Infobiblio<indexterm><primary>Infobiblio</primary><secondary>lokalsieren</secondary></indexterm><indexterm> <primary>Lokalisierung</primary><secondary>Infobiblio</secondary></indexterm> Eine Infobiblio enthält ein oder mehrere Bücherregale, von denen jedes ein oder mehrere Bücher enthält, die mit dem Informationsmanager durchsucht werden können. In dieser Hierarchie haben nur die Infobiblios verknüpfte Desktop-Aktionen. Als Desktopentitäten können Infobiblios durch Ziehen und Übergeben im Bedienelement Informationsmanager geöffnet werden. Wenn eine Infobiblio geöffnet wird, zeigt der Informationsmanager das Bücherlistenfenster an, das alle in der Infobiblio enthaltenen Bücherregale aufführt. Der Standardpfad für Infobiblios wird durch die Umgebungsvariable DTINFOLIBPATH festgelegt. (Der standardmäßige-CDE-Desktoppfad ist /usr/dt/dtinfo/cde.dti.) Die Datei name.oli auf der ersten Verzeichnisebene einer Infobiblio enthält den abgekürzten Namen für die Infobiblio. Lokalisierungen einer Infobiblio finden sich in Unterverzeichnissen unter der ersten Verzeichnisebene und werden nach der NLS-Maske %L (oder %l_%t.%c.) benannt. Im Bücherlistenfenster des Informationsmanagers erscheint jedes Bücherregal in einer Infobiblio mit einer lokalisierten Zeichenfolge oder einem Titel, die/der in der Datei bookcase.map im Unterverzeichnis des Bücherregals gespeichert ist. Hilfebände eingrenzen Wenn ein Hilfeband eingegrenzt wurde, muß er in einem der folgenden Verzeichnisse gespeichert werden. Der erste gefundene Hilfeband wird benutzt. Die Verzeichnisse werden in der folgenden Reihenfolge durchsucht: persönlich: Standardverzeichnis/.dt/help systemweit: /etc/dt/appconfig/help/sprache integriert: /usr/dt/appconfig/help/sprache Nachrichtenkataloge eingrenzen Wenn ein Nachrichtenkatalog eingegrenzt wurde, muß er im folgenden Verzeichnis gespeichert werden: /usr/dt/lib/nls/msg/sprache. Diese Verzeichnisse enthalten die *.cat Dateien. Fernausführung von länderspezifischen Desktopanwendungen Länderspezifische Desktopanwendungen können an jedem fernen Ausführungshost aufgerufen werden, der eine ähnliche länderspezifische Desktopinstallation hat. Die Werte der NLS-ähnlichen Umgebungsvariablen am Host, der die Anwendung aufruft, werden dem entfernten Host übergeben, wenn die Anwendung startet. Die Umgebungsvariablen enthalten jedoch keine Hostinformationen. Tastaturbelegung zurücksetzen Wenn unerwartete Zeichen oder Verhaltensmuster erscheinen, oder wenn Zeichen nicht angezeigt oder eingegeben werden können, muß entweder die Tastaturbelegung zurückgesetzt oder installiert werden, oder die Eingabemethode muß geändert werden. Die Eingabemethode wird bestimmt von den LC_CTYPE-, LANG- oder LC_ALL -Umgebungsvariablen oder der Sprache, die von der Option ' -lang' angegeben wird.Eingabemethode Wenn der Benutzer zum Beispiel ein Terminal mit der länderspezifischen Angabe in der C-Umgebung in einer POSIX-Shell öffnen möchte, wie z.B.: LANG=C dtterm Dieses neue Terminal verwendet die länderspezifische Angabe in der C- Umgebung, einschließlich der C-Eingabemethode und Schriftarten. Wenn eine sprachenspezifische Tastatur benutzt wird, akzeptiert die Eingabemethode möglicherweise keine erweiterten Zeichen zur Eingabe. Wenn die länderspezifische Angabe in der C-Umgebung mit einer sprachenspezifischen Tastatur benutzt wird, muß der Benutzer die LC_CTYPE (oder LANG oder LC_ALL) Umgebungsvariable vor dem Aufrufen des Terminals auf einen entsprechenden Wert setzen. Um beispielsweise die länderspezifische Angabe in der C-Umgebung mit der deutschen Tastatur zu benutzen, folgendes eingeben: LANG=C LC_CTYPE=DeDE dtterm Wenn der X-Server zurückgesetzt wurde, und die Tastenbelegungen initialisiert wurden, kann die richtige Tastenbelegung am Server mit dem Befehl xmodmap zurückgesetzt werden. Auswahl eines Eingabemethode-Servers<indexterm> <primary>Eingabemethode-Server</primary><secondary>auswählen</secondary> </indexterm> Asiatische Benutzer können entweder beim Start einer Session oder jederzeit während einer Session (durch Verwendung des Umgebungsparameter-Bedienelements Internationalisierung) wählen, welchen Eingabemethode-Server (IMS) sie benutzen möchten. Die IMS-Auswahl ist nur dann erlaubt, wenn LANG auf eine Asiatische Sprache (Japanisch, Koreanisch, traditionelles Chinesisch oder standardisiertes Chinesisch) eingestellt ist. Sobald ein IMS ausgewählt wurde, können Benutzer den IMS-Auswahlmodus so einstellen, daß sie bei der nächsten Anmeldung zur Eingabe eines IMS aufgefordert werden oder automatisch den aktuell ausgewählten IMS benutzen. Die IMS-Auswahl und der IMS-Auswahlmodus werden in der folgenden Datei gespeichert:Eingabemethode-ServerAuswahldatei $HOME/.dt/ims/[anzeige_name/]CDE_sprachumgebung_name Das Format der IMS-Auswahldatei ist: @SelectMode: 0 (Bei Anmeldung fragen), oder 1 (Aktuelle Eingabemethode wiederaufnehmen) @ImsName: ims_name @HostName: host_name Beim Start einer Session<indexterm><primary>Eingabemethode-Server</primary><secondary>beim Start einer Session auswählen</secondary></indexterm> Um Benutzern die Auswahl eines IMS vor dem Start einer Session zu ermöglichen, die Umgebungsvariable DTSTARTIMS auf TRUE einstellen. Die Einstellung von DTSTARTIMS auf TRUE veranlaßt die Session-Steuerung, das Skript /usr/dt/config/Xsession.d/0020.dtims auszuführen. Dieses Skript überprüft LANG. Wenn LANG auf eine Asiatische Sprache eingestellt ist, ruft das Skript das Programm dtimsstart auf. dtimsstart zeigt den Dialog 'Eingabemethode-Auswahl' an, in dem der Bentuzer auswählen kann, welcher IMS verwendet werden soll. Er kann einen IMS auswählen, der entweder auf dem lokalen oder auf einem entfernten Rechner betrieben wird. Zur Einstellung des Auswahlmodus kann der Benutzer das Umgebungsparameter-Bedienelement saI18N (unten beschrieben) oder den Befehl DtActionInvoke verwenden, um die Aktion DtImsMode in Desktop_Tools im Anwendungsmanager auszuführen. Die Aktion DtImsMode zeigt einen Dialog an, in dem der Benutzer entweder Bei Anmeldung fragen oder Aktuelle Eingabemethode wiederaufnehmen auswählen kann. Der Name des ausgewählten IMS und seines Rechners sowie der Auswahlmodus werden in der IMS-Auswahldatei aufgezeichnet. Während einer Session<indexterm><primary>Eingabemethode-Server</primary><secondary>während einer Session auswählen</secondary></indexterm> Ein Benutzer kann jederzeit während einer Session durch Klicken auf das Umgebungsparameter-Bedienelement saI18N auswählen, welcher IMS benutzt werden soll. (Dieses Bedienelement erscheint nur, wenn LANG auf eine Asiatische Sprache eingestellt ist.) Der Dialog 'Eingabemethode-Auswahl' wird angezeigt. Falls ein aktueller IMS vorhanden ist, zeigt der Dialog sowohl dessen Namen als auch den Server-Rechner, auf dem er betrieben wird. Der Benutzer kann einen IMS auswählen, der entweder auf dem lokalen oder einem entfernen Rechner betrieben wird. Zur Definition der Rechner, auf denen ein IMS gefunden werden kann, können Sie die Anwendungsressource imServerHosts konfigurieren. Der Umgebungsparameter verwendet diese Ressource, um festzustellen, welche Rechner dem Benutzer zur IMS-Auswahl vorzulegen sind. Sie enthält eine Liste mit durch Komma abgetrennten Rechnernamen. Zusätzlich zur Auswahl des IMS kann der Benutzer den Auswahlmodus entweder auf Bei Anmeldung fragen oder auf Aktuelle Eingabemethode wiederaufnehmen einstellen. Der Name des ausgewählten IMS und seines Rechners sowie der Auswahlmodus werden in der IMS-Auswahldatei aufgezeichnet. Einstellung der IMS-Konfigurationsdateien<indexterm> <primary>Eingabemethode-Server</primary><secondary>Konfigurationsdateien</secondary> </indexterm> Zusätzlich zur IMS-Auswahldatei (oben beschrieben) wird die IMS-Konfiguration definiert durch: Die Sprachumgebung-Eintragdatei Die IMS-Eintragdatei Sprachumgebung-Eintragdatei<indexterm><primary>Eingabemethode-Server</primary><secondary>Sprachumgebung-Eintragdatei</secondary> </indexterm><indexterm><primary>Sprachumgebung-Eintragdatei</primary></indexterm> Die Sprachumgebung-Eintragdatei listet die IMS auf, die eine gegebene Sprachumgebung unterstützen. Sie ist in /usr/dt/config/ims/sprachumgebung_name gespeichert und hat das Format: @Default: ims_name ims_name: etikett_zeichenfolge Es folgt eine Muster-IMS-Auflistung für die Sprachumgebung ja_JP.SJIS: @Default: xjim xjim: HP XJIM atok8: ATOK8 vje: VJE-gamma egbridge: EGBridge none: Keine Eingabemethode IMS-Eintragdatei<indexterm><primary>Eingabemethode-Server</primary><secondary>IMS-Eintragdatei</secondary></indexterm><indexterm> <primary>IMS-Eintragdatei</primary></indexterm> Die IMS-Eintragdatei beschreibt die Attribute eines IMS. Sie ist in /usr/dt/config/ims/ ims_name gespeichert und hat das Format: attribut_name: attribut_wert wobei attribut_name lautet: protocols Ein Zeichenfolge-Attribut, das die unterstützten XIM-Protokolle identifiziert. Gültige Protokolle sind XIM, Ximp und Xsi. Dieses Attribut ist erforderlich. server_name Ein Zeichenfolge-Attribut, das den Server identifiziert, auf dem der IMS betrieben wird. Dieses Attribut wird für XMODIFIERS benutzt und ist erforderlich. cmd_path Ein Pfad-Attribut, das den absoluten Pfad der ausführbaren Datei des IMSs angibt. Es handelt sich um ein eingebautes Schlüsselwort, das für lokale in Xlib gebaute IM benutzt wird und keinen separaten Prozeß benötigt. Dieses Attribut ist erforderlich. cmd_param Ein Zeichenfolge-Attribut, das eine Befehlszeilenoption für den IMS-Server liefert. Die Standardeinstellung ist NULL. env_set Ein Zeichenfolge-Attribut, das die einzustellenden Umgebungsvariablen angibt, mit Ausnahme von XMODIFIERS. Die Standardeinstellung ist NULL. env_unset Ein Zeichenfolge-Attribut, das die Umgebungsvariablen angibt, deren Einstellung aufgehoben werden soll, mit Ausnahme von XMODIFIERS. Die Standardeinstellung ist NULL. env_pass Ein Zeichenfolge-Attribut, das die Umgebungsvariablen angibt, die an einen entfernt ausgeführten IMS weitergegeben werden sollen, mit Ausnahme von LANG, DISPLAY und XMODIFIERS. Die Standardeinstellung ist NULL. has_window Ein Boolesches Attribut, das anzeigt, ob der IMS sein eigenes Hauptfenster-Erscheinungsbild hat oder nicht. Die Standardeinstellung ist FALSE. no_server Ein Boolesches Attribut, das anzeigt, ob dtimsstart den IMS starten sollte oder nicht. TRUE sollte für die lokale IM gesetzt werden, da sie keinen von dtimsstart gestarteten Server-Prozeß erfordert. Die Standardeinstellung ist FALSE. no_remote Ein Boolesches Attribut, das anzeigt, ob der IMS entfernte Ausführung erlaubt oder nicht. Die Standardeinstellung ist FALSE. no_option Ein Boolesches Attribut, das anzeigt, ob der IMS die Befehlzeilenoption erlaubt oder nicht. Bei TRUE werden alle von -imsopt angegebenen Optionen ignoriert, obgleich der Wert des Attributs cmd_param ungeachtet dieses Wertes immer gilt. TRUE sollte für die lokale IM gesetzt werden. Die Standardeinstellung ist FALSE. Beachten Sie, daß mehrfache Werte, wenn sie erlaubt sind, als durch Leerstellen getrennte Liste angegeben werden müssen. Falls mehrere Einträge mit demselben Attributnamen in der Datei erscheinen, wird nur der letzte benutzt. Es folgt der Inhalt einer Muster-IMS-Eintragdatei /usr/dt/config/ims/xjim. protocols: XIM Ximp server_name: xjim cmd_path: /usr/bin/X11/xjim cmd_param: -iconic env_set: env_unset: env_pass: has_window: TRUE Einstellung des Eingabemethodenstils<indexterm> <primary>Eingabemethodenstil</primary><secondary>einstellen</secondary></indexterm> Mit dem Umgebungsparameter-Bedienelement saI18N kann der Benutzer den Eingabemethodenstil einstellen, der bestimmt, wie die Vorbearbeitung erfolgen soll. Die Reihenfolge, in der Vorbearbeitungsstile verwendet werden, ist in der Ressource XmNpreeditType von VendorShell gespeichert. XmNpreeditType zeichnet die bevorzugte Reihenfolge von Vorbearbeitungsstilen als eine durch Komma abgetrennte Liste auf. Zum Beispiel: OnTheSpot,OverTheSpot,OffTheSpot,Root Durch Verwendung der Schaltflächen Move-Up und Move-Down im vom Bedienelement saI18N angezeigten Dialog kann der Benutzer die Vorbearbeitungsstile innerhalb der Liste neu ordnen.